Als DVGW-Mitglied finden Sie alle Fachbeiträge als PDF-Download in der Fachaufsatzdatenbank

Im Rohrleitungsbau sind intelligente Lösungen erforderlich!

Im Vorfeld des 35. Oldenburger Rohrleitungsforums hat die Redaktion der „DVGW energie | wasser-praxis“ mit Prof. Thomas Wegener, dem Geschäftsführer der iro GmbH Oldenburg und Vorstandsmitglied des iro e. V., gesprochen.

Umstellung von Netzabschnitten auf Wasserstoff nach dem DVGW- Merkblatt G 221: ein Vorschlag für ein Programmablaufdiagramm – Teil 1

Das DVGW-Merkblatt G 221 [1, 2] legt Anforderungen und Prüfumfänge fest, die bei einer Umstellung von Abschnitten der Gasinfrastruktur von methanreichen Gasen auf Wasserstoff einzuhalten sind. Anhand dieser Vorgaben entwickelt der folgende Fachaufsatz einen Vorschlag für den Ablauf einer solchen Umstellung. Das diskutierte Programmablaufdiagramm kann beispielgebend wirken; es sollte aber bei der Anwendung in allen Punkten auf die Übertragbarkeit auf das konkrete Umstellungsprojekt geprüft und angepasst werden. Im folgenden Teil 1 des Artikels werden die Projektvorbereitungen und die Prüfung der erforderlichen Dokumente diskutiert. Im zweiten Teil werden dann die betrieblichen Prüfungen im Feld und die Feststellung der Eignung der Abschnitte für wasserstoffhaltige Gase beschrieben.

von Dr. Klaus Steiner (Erdgas & Verwandtes), Dieter Drews (TÜV Rheinland Industrie Service GmbH) & Andreas Schrader (DVGW e. V.)

Qualifizierung von Gashochdruckleitungen für den Transport von Wasserstoff

Für den Wasserstofftransport im deutschen Gasnetz ist es im Vorfeld erforderlich, die betroffenen Stahlbauteile auf ihre Wasserstofftauglichkeit hin zu bewerten sowie eine solche Bewertung im DVGW-Regelwerk zu implementieren. In diesem Zusammenhang stellt der Fachbeitrag erste Ergebnisse von bruchmechanischen Prüfungen an typischen Leitungsstählen von Gashochdruckleitungen unter dem Medium Wasserstoff vor.

von Dr. Michael Steiner, Dr. Ulrich Marewski (beide: Open Grid Europe GmbH) & Christian Engel (TÜV SÜD Industrie Service GmbH)

Thüga Energienetze GmbH erweitert Vergabekriterien: eine Prozessoptimierung, von der alle profitieren!

Als Partner von Kommunen, Stadtwerken, Privathaushalten sowie Industrie und Gewerbe betreibt die Thüga Energienetze GmbH (THEN) von ihren fünf Standorten aus überregional Erdgas-, Strom-, Wasser- und Wärmenetze in Süddeutschland. Um die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Versorgungs- und Leitungsbauunternehmen grundlegend zu verbessern, hat das Unternehmen seit Beginn des vergangenen Jahress eine Vergabekriterien modifiziert. Über den Preis hinaus bezieht die THEN nun weitere Faktoren mit in den Vergabeprozess ein. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen, Prozesse zu optimieren und die Planungssicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer zu erhöhen – eine Win-win-Situation für alle Baupartner.

von Dr. Susanne Hinz (DVGW e. V.)

Neuartiges Verfahren zur Senkung von Methanemissionen im Gasverteilnetz besteht Praxistest

Auf der Weltklimakonferenz von Glasgow hatten mehr als 80 Staaten weltweit Mitte November 2021 beschlossen, den Ausstoß des Treibhausgases Methan bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu verringern. Vor dem Hintergrund, dass Methan den Angaben des Weltklimarats (IPCC) zufolge für die Hälfte der bisherigen Klimaerwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit verantwortlich ist, gewinnen emissionsmindernde und -vermeidende Maßnahmen in der Gaswirtschaft zunehmend an Bedeutung. Einen Erfolg bei der Vermeidung von Emissionen, die bei der Inbetriebnahme neuer Gasverteilnetze entstehen, konnte kürzlich die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH verbuchen: Anfang September 2021 wurde erstmals eine Vakuumeinheit bei der Inbetriebnahme einer neuen Verteilnetzrohrleitung im hessischen Kirchheim eingesetzt. Durch das Abpumpen von insgesamt 100 m³ Luft wurde dabei das Ausspülen mit Erdgas vermieden und die normalerweise anfallenden Methanemissionen stark reduziert.

von Anna Köllmer, Charlotte Große & Jenny Sammüller (alle: DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH)

Mobile Gasbeschaffenheitsmessung – neu gedacht

Mit diesem Beitrag wird ein neuartiges Konzept und Lösungsmöglichkeit für die mobile Gasbeschaffenheitsmessung vorgestellt und beschrieben. Mobile Systeme zur Messung der Gasbeschaffenheit haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dieser Trend wird sich fortsetzten, da die Gaszusammensetzungen, bedingt durch verschiedene Effekte wie die Biogas- und Wasserstoffeinspeisung sowie die Umstellung von L- auf H-Gas, starken Schwankungen unterworfen sind. Der MGCmobile der Firma Meter-Q Solutions ist der erste Prozessgaschromatograf, der in einem mobilen Rollkoffer installiert und für die eichamtliche Bestimmung der Gasbeschaffenheit geeignet ist.

von Dr. Achim Zajc, Ulf Lehmann & Dr. Jan Suhr (alle: Meter-Q Solutions GmbH)

Wiederherstellung der Gasversorgung im Ahrtal nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021

Die schwere Flutkatastrophe im Ahrtal hat im Juli des vergangenen Jahres nicht nur zahlreiche Menschenleben gefordert, sondern auch große Teile der örtlichen Infrastruktur zerstört. Noch während in den Tagen nach der Flut erste provisorische Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen anliefen, wurde schnell klar, dass auch die Gasinfrastruktur in dem engen Flusstal erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden war – und dies nur wenige Monate vor dem Beginn der Heizperiode. Um die Bevölkerung noch vor dem Winter wieder mit Erdgas versorgen zu können, hat der Krisenstab der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion RLP (ADD) mit tatkräftiger Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet eine mobile LNG-Anlage für die provisorische Versorgung errichtet sowie die Hochdruckleitung an der Ahr im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam mit den Energienetzen Mittelrhein GmbH instandgesetzt.

von Prof. Dr.-Ing. Jens Neumeister & Prof. Dr.-Ing. Stefan Döring (beide: Hochschule Trier)

Der Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/ Abwasser (B3S WA) – Teil 2: Anwendungshilfe zur Implementierung in einem kleinen Unternehmen

Laut dem Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Gesetz) muss der „Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser“ (kurz: B3S WA) alle zwei Jahre an den jeweils aktuellen Stand der Technik angepasst und seine Eignung anschließend durch das BSI (im Benehmen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)) festgestellt werden. Nachdem der erste Teil des Fachbeitrags die Änderungen beschrieben hat, die sich bei der Überarbeitung 2021 ergeben haben, erläutert der vorliegende zweite Teil anhand eines praktischen Beispiels die Vorgehensweise bei einem kleinen kommunalen Wasserversorger.

von Daniel Fricke & Rainer Stecken (beide: DVGW Service & Consult GmbH)

Literweise Klimaschutz: Fördermöglichkeiten für die Energie- und Wasserwirtschaft im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Die deutschen Wasserversorgungsunternehmen stellen mit ihrer Arbeit tagtäglich sicher, dass Bevölkerung und Wirtschaft zuverlässig mit unserem wichtigsten Lebensmittel versorgt werden. Die Wassergewinnung und -aufbereitung ist gleichzeitig ein mitunter energieintensiver Prozess, der im Durchschnitt rund 15 Prozent des kommunalen Strombedarfs ausmacht. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert die Bundesregierung deshalb Maßnahmen, die die Infrastrukturen der Wasserwirtschaft energieeffizient und klimafreundlich machen. Der Fachbeitrag beschreibt vor diesem Hintergrund, welche Maßnahmen gefördert werden und wie deutsche Wasserversorgungsunternehmen eine entsprechende Förderung beantragen können.

von Petra Reinecke & Anna-Lena Deuerling (beide: Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz)

DVGW-Forschungsprojekt untersucht Massenentwicklung von coliformen Bakterien in Talsperren – Teil 1

In den letzten Jahren ist es in Trinkwassertalsperren verschiedener Regionen in Deutschland im Sommer regelmäßig zu einer sprunghaften Massenzunahme coliformer Bakterien gekommen. Dabei traten im Rohwasser oftmals Konzentrationen von mehreren tausend coliformen Bakterien pro 100 ml auf. Dieses Phänomen stellt die Aufbereitung in den Wasserwerken vor eine besondere Herausforderung. Im Rahmen eines DVGW-Forschungsprojektes (Förder-Nr.: W 201720) wurden diese Massenentwicklungen umfänglich untersucht. Der Beitrag fasst die wesentlichen Erkenntnisse des Projektes zusammen und gibt die daraus abgeleiteten Modellvorstellungen und Empfehlungen für die Praxis wieder.

von Dr. Michael Hügler, Carolin Leister, Dr. Heike Petzoldt, Dr. Marcus Rybicki & Dr. Andreas Korth (alle: TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser)

Novellierung Geprüfter Netzmeister/ Geprüfte Netzmeisterin – aktueller Stand

Der technische Wandel sowie die Erfordernisse einer modernen Rechtvorschrift machen es erforderlich, die seit über 15 Jahre gültige Rechtsvorschrift sowie den Rahmenplan zu überarbeiten. Jetzt ist es die Aufgabe der Sozialpartner, der zuständigen Stellen und der Verbände, die Novellierung des „Geprüften Netzmeisters“1 voranzutreiben. Dazu gehört u. a. die Anpassung der IHK-Fortbildungsprüfungsregelungen „Geprüfter Netzmeister/Geprüfte Netzmeisterin“ aus dem Jahr 2005. Der Beitrag gibt vor diesem Hintergrund einen Statusbericht zum Stand der angesprochenen Überarbeitung.

von Klaus Fischer (Bayernwerk Netz GmbH), Mario Jahn (rbv GmbH) & Antje Strodtkötter (DVGW e. V.)


Rubriken

Editorial

Nachrichten

35. Oldenburger Rohrleitungsforum 2022

Technik

Organisation & Management

Forschung & Entwicklung

DVGW Technische Regeln & Normen

DVGW aktuell

DVGW-Veranstaltungen

BILDUNGS | welten

Praxis & Produkte

Service