Neue Trinkwasserleitung nach Pellworm: Leitungsbau und Naturschutz im Einklang

Die nordfriesische Insel Pellworm sowie die Halligen Hooge und Süderoog sind auf eine stabile Verbindung zum Festland angewiesen – nicht zuletzt bei der Trinkwasserversorgung. Da die beiden Bestandswasserleitungen aufgrund erosiver Vorgänge im Wattenmeer nicht mehr ausreichend überdeckt und lagestabil waren, wurde im vergangenen Jahr eine neue Versorgungstrasse über die Hamburger Hallig erstellt. Die rund 10 km lange Leitung
wurde als durchgehender PE-Strang unterhalb des sensiblen UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer sowie des Nationalparks Schleswig-Holstein verlegt und von der Paasch Rohrleitungsbau GmbH mit maßgeschneiderten Lösungen in Logistik, Verlegetechnik und Umweltschutz realisiert.

von: Martin Paasch (Paasch Rohrleitungsbau GmbH)

 

Prüfung der Wasserstoffeignung einer Gasfeldleitung am Gaskavernenspeicher in Krummhörn

Aufgrund von energiewirtschaftlichen Vorgaben errichtet die Uniper Energy Storage GmbH derzeit an verschiedenen Standorten von Untertagespeichern Pilotanlagen für die Ein- und Ausspeicherung von Wasserstoff. Für einen zukünftigen Betrieb dieser Pilotanlagen müssen Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit, Funktionstüchtigkeit und Werkstoffeignung erfüllt werden, die sich aus dem geltenden Regelwerk ergeben. Zur Schaffung eines genehmigungsrechtlichen Rahmens hat die TÜV SÜD Industrie Service GmbH (TÜV SÜD) Prüfungen durchgeführt und technische Unterlagen erstellt.
von: Dr. Tom Engler, Dr. Albert Großmann, Florian Dinauer (alle: TÜV SÜD Industrie Service GmbH), Jan Neuhaus, Matthias Schmidt & Martin Strzeja (alle: Uniper Energy Storage GmbH)

 

Interview: »Wir stehen bereit – aber ohne passende Regulatorik geht es nicht!«

Das Projekt „Rh2ein-Main Connect“ soll die Rhein-Main-Region an das geplante Wasserstoff-Kernnetz anbinden und damit die Grundlage für eine klimaneutrale Energieversorgung der Industrie und großer Wärmeerzeuger schaffen. Wo steht das Projekt, welche Hürden bremsen und was braucht es jetzt von der Politik? Darüber haben wir mit Jella Winterling, Projektleiterin bei der ENTEGA AG und Gesamtprojektleiterin von Rh2ein-Main Connect, gesprochen.

 

Auf dem Weg zu einer wasserbewussten Region: Entwicklungspfade zur Steigerung der „water smartness“ in Norddeutschland

Das europäische B-WaterSmart Projekt erforschte systemische Innovationen für eine intelligente Wasserwirtschaft und -gesellschaft. Für die Region Norddeutschland und fünf weitere europäische Küstenregionen wurden hierzu gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Forschung und Gesellschaft kosteneffiziente Technologien und smarte Tools erprobt sowie praxisorientierte Richtlinien und Handlungsempfehlungen
erarbeitet, die die lokalen Akteure auf dem Weg zur wasserbewussten Region unterstützen.
von: Dr. Kristina Baillot, Dr. Katharina Gimbel, Johanna Kruse, Dr. Andreas Nocker (alle: IWW), Julia Oberdörffer, Dr. Kolja Hesse (beide: OOWV) & Kerstin Krömer (IWAG)

 

Interview: Sektorenkopplung vor Ort denken: Warum Kommunen beim Thema Wasserstoff mit am Steuer sitzen

Seit Oktober 2023 entwickelt Dr. Michael Buijzen die Stabsstelle Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Schwalmtal. Neben der Auszeichnung als Energiekommune des Monats Juli 2025 konnten wichtige Erkenntnisse aus dem Forschungsverbundprojekt „Kommunale Wärmewende als soziotechnisches System: verständlich visionieren, fundiert analysieren, erfolgreich kommunizieren und motivieren“ (KOMM:WÄRME) gesammelt werden. Basierend darauf nimmt die Sektorenkopplung einen immer wichtigeren Stellenwert in der Strategieausrichtung von kommunalen Verwaltungen wie in Schwalmtal ein. Wie diese gestaltet werden kann und welche Rolle Wasserstoff als Energieträger spielt, erläutert Dr. Michael Buijzen im Gespräch mit der Redaktion.

 

Vom Innovationspreis zur etablierten Methode 20 Jahre Mülheim Water Award und die (Erfolgs-)Geschichte der Durchflusszytometrie

Seit zwei Jahrzehnten setzt der Mülheim Water Award entscheidende Impulse für Innovation und Praxisnähe in der europäischen Wasserwirtschaft. Was im Jahr 2006 als neu geschaffener Preis begann, hat sich längst zu einer Institution entwickelt, die zukunftsweisende Forschungsarbeiten sichtbar macht und ihren Weg in die Anwendung ebnet. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Erfolgsgeschichte der Durchflusszytometrie: eine Technologie, die dank wissenschaftlicher Pionierarbeit und der durch den Award erhöhten Sichtbarkeit ihren Weg von der Forschung in die breite Praxis gefunden hat – und heute als wichtiger Baustein moderner Wasseranalytik gilt.
von: Peter Lévai, Dr. Andreas Nocker (beide: IWW Zentrum Wasser) & Prof. em. Dr. Thomas Egli (EAWAG/ETH Zürich)

 

Pflichten nach der Methanemissionsverordnung und deren Erfüllung anhand des DVGW-Regelwerks

Die im August 2024 in Kraft getretene EU-Methanemissionsverordnung stellt die Betreiber der deutschen Gasnetzinfrastruktur vor erhebliche Herausforderungen, müssen sie doch eine ganze Reihe von neuen Pflichten erfüllen. Um die Branchenakteure bei dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen, hat der DVGW eine Studie in Auftrag gegeben, in der offene bzw. unklare Fragen beim Vollzug der Verordnung sowie die eigene Rolle bzw. die eigenen Befugnisse als Normsetzer für alle Ausführungsfragen geklärt werden sollen. Zudem wurde im Rahmen der Studie der Frage nachgegangen, welche Funktion die DVGW CERT GmbH als akkreditierte Prüfstelle für die in Zukunft erforderlichen Emissionsberichte spielen kann.
von: Dr. Max Peiffer & Anette Purucker, LL.M. (beide: AssmannPeiffer Rechtsanwälte Partnerschaft mbB)

 

Trifluoressigsäure: Eine große Herausforderung für die Wasserwirtschaft

Trifluoressigsäure (TFA) ist ein hochmobiler und persistenter anthropogener Spurenstoff, der eine potenzielle Gefährdung für die Trinkwasserqualität darstellt. Aufgrund vielfältiger Eintragsquellen – darunter Industrieemissionen sowie dem Abbau von Pflanzenschutz-, Arznei- und Kältemitteln – ist TFA nahezu flächendeckend in deutschen Trinkwasserressourcen nachweisbar. Die aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass keines der üblichen naturnahen oder technischen Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung TFA wirksam entfernen kann. Ein wirksamer Schutz der Trinkwasserqualität lässt sich daher nur durch konsequenten Ressourcenschutz und eine gezielte Reduzierung der TFA-Emissionen erreichen.
von: Dr. Karsten Nödler (TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser)

 

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