In der Trinkwasseraufbereitung ist der Einsatz von Flockungsmitteln auf Basis von Eisen- oder Aluminiumsalzen, teilweise in Kombination mit Polyacrylamid als Flockungshilfsmittel, heute der Stand der Technik. Obwohl in der Praxis bewährt, bringen diese Stoffe auch Nachteile mit sich, sowohl hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit als auch mit Blick auf die Tatsache, dass es in der Vergangenheit zeitweise zu einer beschränkten Verfügbarkeit und Verknappungen gekommen ist. Vor diesem Hintergrund untersucht ein Forschungsvorhaben, ob natürliche Flockungshilfsmittel auf der Basis von Stärke oder Chitosan eine Alternative für die deutschen Wasserversorger darstellen können.
von: Lucas Landwehrkamp, Marko Schiele, Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch (alle: Universität Duisburg-Essen), Marcel Hörmann, Dr.-Ing. Rudi Winzenbacher (beide: Zweckverband Landeswasserversorgung), Konstantin Kallies & Prof. Dr.-Ing. Aki Sebastian Ruhl (beide: Umweltbundesamt)
Wer im Jahr 2026 nicht flächendeckend geeignete Technologien zur Erfassung von Methanemissionen im Gasverteilnetz nutzt, riskiert empfindliche Sanktionen, die Versorgungssicherheit, den Entzug von Genehmigungen bzw. Konzessionen, den Ausschluss von Fördermitteln und gefährdet die eigene Reputation. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet relevante regulatorische Anforderungen, erläutert die Funktionsweise fahrzeuggestützter Messtechnologien und zeigt auf, anhand welcher Kriterien Hersteller von Messsystemen identifiziert werden können, deren Lösungen als beste verfügbare Technologie einzustufen sind.
von: Martin Endras (Picarro Sarl)
Seit 2022 steht die deutsche Gasversorgung vor einem tiefgreifenden Wandel. Flüssigerdgas (engl.: Liquefied Natural Gas, kurz: LNG) spielt dabei eine zentrale Rolle, indem es kurzfristig Versorgungslücken schließt und die Energieversorgung stabil hält. Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) sorgt mit ihren staatlich initiierten, seither errichteten FSRU-Terminals (Floating Storage and Regasification Units) für eine reibungslose Regasifizierung ankommender LNGLieferungen und die anschließende Einspeisung ins deutsche Gasnetz. Zugleich vermarktet die bundeseigene Gesellschaft die Regasifizierungskapazitäten ihrer Terminals. Parallel entstehen landseitige Terminals und Infrastrukturen für Wasserstoff und dessen Derivate, die den Weg in eine klimaneutrale Energieversorgung ebnen. Der Aufbau der LNG-Infrastruktur zeigt, wie flexibel, schnell und effizient Deutschland auf neue Herausforderungen reagieren kann.
von: Dr. Peter Röttgen (Deutsche Energy Terminal GmbH)
Die nachhaltige Sicherung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur ist eine der zentralen Herausforderungen für kommunale Unternehmen. Der demografische Wandel, steigende Anforderungen an Umwelt- und Gewässerschutz sowie ein wachsender Investitionsstau machen ein systematisches, strategisches Anlagenmanagement unerlässlich. Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) hat zusammen mit der Tilia GmbH diesen Transformationsprozess in den letzten Jahren aktiv gestaltet und ein umfassendes Anlagen-Management-Tool (AM-Tool) entwickelt, das technische und wirtschaftliche Steuerung erstmals integriert.
von: Jürgen Amonat, Sebastian Lies, Katharina Schwartze, Nancy Troll (alle: Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH), Stefan Böttger, Florian Ruscheinski & Dr. Lars Tennhardt (alle: Tilia GmbH)
Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen haben eine neue Qualität erreicht. Technische Attacken, Desinformation und geopolitische Interessen verschränken sich zu hybriden Bedrohungslagen, die auch die deutsche Energie- und Wasserwirtschaft immer stärker treffen. Angreifer dringen tief in Automatisierungs- und Leitsysteme ein, positionieren sich unbemerkt und warten auf den Moment der Aktivierung. Dr. Erfan Koza, Lehrbeauftragter „ISM-Systeme, KRITIS & Menschliche Aspekte der Informationssicherheit“ an der Hochschule Niederrhein, erklärt vor diesem Hintergrund im Gespräch mit der Redaktion, warum die Branche ihr Sicherheitsverständnis grundlegend ändern muss, welche Schwachstellen heute besonders relevant sind und welche Prioritäten Versorger in den kommenden Jahren setzen sollten.
Die öffentliche Wasserversorgung steht vor der großen Aufgabe, sich den beträchtlichen Herausforderungen, die u. a. der Klimawandel mit sich bringt, anzupassen. Das Projekt ResilJetzt! möchte hierbei unterstützen und Anregungen sowie Entscheidungshilfen zur Verfügung stellen. Zur Sicherung der Praxistauglichkeit wurden die Projektergebnisse unter Einbindung von Praxiserfahrungen über einen intensiven Austausch mit Wasserversorgungsunternehmen sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren der Wasserversorgung erarbeitet. Der vorliegende Beitrag stellt das Projekt vor und geht dabei insbesondere auf die Ergebnisse der Regionalworkshops ein, die im Rahmen der Untersuchungen durchgeführt wurden.
von: Dr. Birgit Maria Müller, Sebastian Sturm, Tanja Vollmer, Patricia Riede (alle: TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser), Dr. Tim aus der Beek, Florian Zaun (beide: IWW Institut für Wasserforschung gGmbH), Dr. Hermann Löhner (Stadtwerke München GmbH), Stefan Zintgraf (Gammertinger Energie- und Wasserversorgungs GmbH), Helfried Welsch (Stadtwerke Trier) & Olaf Kulaczewski (Bielefelder Netz GmbH)
Das deutsche Gasverteilnetz ist elementar für die zuverlässige Versorgung von Millionen von Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden in der gesamten Bundesrepublik und wird auch in Zukunft ein wichtiger Baustein bei der Energieversorgung und ein wertvolles Asset bleiben. Mit Blick auf den stetig wachsenden Anteil von klimaneutralen Gasen (wie etwa Wasserstoff) stellt sich gleichwohl die Frage, wie tauglich das Verteilnetz für diese neuen Energieträger ist. Der vorliegende Fachbeitrag gibt vor diesem Hintergrund einen Überblick zu aktuellen Ergebnissen der Wasserstoff-Tauglichkeit von Materialien, Komponenten und Bauteilen aus der Gasverteilung ≤ 16 bar.
von: Torsten Lotze (Avacon Netz GmbH), Werner Weßing (Office for Green Gas) & Tonish Pattima (Gasunie Deutschland Transport Services GmbH)
Der folgende Praxisbericht zum Verbundprojekt „H2CAST Etzel“ gibt einen Überblick, wie die Verbundprojektpartner, mittelständische Unternehmen, Forschungseinrichtungen, die staatseigene niederländische Gasunie und STORAG ETZEL das Speicherprojekt mit einem Invest von rund 50 Mio. Euro vorantreiben und welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind. Das Konsortium bei H2CAST will den Standort Etzel H2-ready machen, um als Teil der Energieinfrastruktur mit der Pipelineanbindung ans Wasserstoff-Kernnetz bereit zu sein.
von: Carsten Reekers (STORAG ETZEL), Jessica Bödecker (DEEP.KBB), Wiebke Germer (DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme), Eddy Kuperus (Gasunie) & Ralf Wolters-Zhao (TU Clausthal)
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