Ausgabe 01/2023

Objektivierung von präventiven und korrektiven Instandhaltungsentscheidungen – Teil 2

Instandhaltungsentscheidungen werden aktuell meist situativ oder auf Basis von Erfahrungswerten des Instandhaltungsmanagements getätigt. Eine konkrete Entscheidungsgrundlage hingegen steht nur in seltenen Fällen zur Verfügung. Im Wasserwerk Köln-Weiler wurde vor diesem Hintergrund eine Methode entwickelt, welche die Instandhaltung der dortigen Wasserproduktion zukunftsorientiert verändert. Durch die Fokussierung auf eine zustandsorientierte Instandhaltung lassen sich Instandhaltungsentscheidungen auf Basis objektivierter Zustandsinformationen treffen.

von Werner Friedrichs (Rheinische Fachhochschule Köln), Erik Geiß & Jonas Becker (beide: RheinEnergie AG)

Interview: Die größte Herausforderung für Wasserversorgungsunternehmen wird es sein, eine auf die eigenen Rahmenbedingungen angepasste Fokussierung vorzunehmen!

Dürreperioden, Starkregenereignisse, Fachkräftemangel, bürokratische Hürden bei Genehmigungsverfahren und mögliche Blackout-Szenarien: Die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen stehen aktuell vor diversen Herausforderungen, die es parallel zu meistern gilt. Über den Umgang mit diesem Konglomerat an Anforderungen haben wir mit Dr. Hermann Löhner, Geschäfts- und Werkleiter der Fernwasserversorgung Franken, ausführlich gesprochen.

Bewertung von Klimaresilienz in der Trinkwasserversorgung

Klima- und Wetterextreme werden in Zukunft zunehmen und die Rahmenbedingungen für die Errichtung und den Betrieb städtischer Infrastruktursysteme verändern. Offen ist bislang jedoch, wie gut Unternehmen auf derartige Ereignisse vorbereitet sind. Ein im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes Flexitility entwickeltes Resilienzbewertungsmodell soll infrastrukturbetreibenden Unternehmen helfen, sich einen Überblick über die Resilienz ihres Versorgungssystems zu erarbeiten. Entlang von Kriterien und Antworten auf Fragen werden dabei robuste Strukturen, aber auch Schwachpunkte erkennbar. Dargelegt wird dies am Beispiel der Trinkwasserversorgung.

von David Hoffmann, Johan-Friedrich Kirchner & Jörg Walther (alle: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)

Prävention statt Reaktion – systematische Ansätze für eine sichere Wasserversorgung

Die Resilienz der Trinkwasserversorgung steht neben der anderer kritischer Infrastrukturen zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Um die Sicherheit der Versorgung im Normalbetrieb sowie in Krisenfällen gewährleisten zu können, existieren verschiedene präventive Managementansätze. Mit dem Technischen Sicherheitsmanagement (TSM), dem Risikomanagement sowie dem Krisenmanagement werden in diesem Beitrag drei essenzielle Ansätze für eine sichere Versorgung vorgestellt und deren Unterschiede bzw. ihr Zusammenwirken erläutert.

von Martin Offermann (IWW Zentrum Wasser), Holger Stegger (DVGW e. V.) & Sebastian Sturm (TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser)

Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Weiterentwicklung der Unternehmenskultur

Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft sehen sich den vielfältigsten Herausforderungen gegenübergestellt. Von einem vergleichsweise stabilen Unternehmensumfeld aus kommend, spricht heute vieles dafür, die althergebrachte Unternehmenskultur zu überdenken und im Sinne einer Steigerung der organisationalen Resilienz weiterzuentwickeln. Die Praxis zeigt hier bisweilen aufgeregte Einzelschritte, die Unternehmensleitung und Mitarbeitende jedoch eher voneinander entfremden, als dass sie das Unternehmen auf eine zukunftsfähige Bahn bringen. Am Beispiel der Stadtwerke Menden1 wird beschrieben, wie ein in sich schlüssiger Weg aussehen könnte, der bei den Ausgangswerten der Mitarbeitenden aufsetzt, diese Mitarbeitenden aber durch miteinander abgestimmte Ansätze wertschätzend mitnimmt. Dabei ist es weniger Ziel dieses Artikels, für den konkreten „Mendener Weg“ zu werben, als vielmehr eine ganzheitliche Strategie zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur anzuraten.

von Prof. Dr. Mark Oelmann (Hochschule Ruhr West/MOcons GmbH & Co. KG), Dr. Markus Reimann (coresilience consult) & Sven Hery (Hochschule Ruhr West)

Interview: Neue Datenbank „VerifHy“ seit 1. Januar 2023 nutzbar - Mit VerifHy ist ein für die Gasnetzbetreiber passgenaues Produkt entstanden!

„VerifHy“ ist eine neue Datenbank des DVGW, die Netzbetreibern umfassendes Wasserstoff-Wissen in Bezug auf die Ertüchtigung ihrer Netze und deren H2-Readiness zur Verfügung stellt. Über die Entwicklung der Datenbank, ihre Ziele und die Frage, warum man die Gasinfrastruktur mit einem Auto vergleichen kann, haben wir mit Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW, Frank Birnmeyer, Geschäftsführer der DVGW Service & Consult GmbH, und Gert Müller-Syring, Geschäftsführer der DBI-Gruppe, gesprochen.

Wasserstoff im zukünftigen Energiesystem – eine systemische Analyse

Im Rahmen des Teilprojektes 4 des DVGW-Forschungsvorhabens Roadmap Gas 2050 ist der verstärkte Einsatz von Wasserstoff in einem Wasserstoffszenario anhand einer systemanalytischen Bewertung untersucht worden; Details sind dem Deliverable 4.4 zu entnehmen. Hierfür wurde das deutsche Energiesystem in einem Verbund von Modellen für die Abschätzung der Energienachfragen in den Sektoren Mobilität, Gebäude und Industrie und für die Energiebereitstellung (Strom, Wärme, Kraftstoff und Gas) modelliert. Der Bilanzraum der Modellierung ist für die Nachfragemodelle Deutschland und für das Energieangebot EU und MENA mit Schwerpunkt Deutschland. Grundlage der Modellierung ist die Einhaltung der THG-Minderungsziele für die Sektoren entsprechend dem Klimaschutzgesetz von 2021. Ziel war es zum einen, die Bedingungen und Auswirkungen eines schnellen Hochlaufs der Nachfrage von Wasserstoff und weiteren EE-Gasen zu analysieren; zum anderen sollte auch die Bereitstellung der Gase beschrieben  werden. Ein möglichst wahrscheinliches Szenario im Sinne einer Vorhersage zu entwerfen, war hingegen keine Zielsetzung des Vorhabens. Kriterien wie Handwerkermangel, Akzeptanz und betriebswirtschaftliche Überlegungen oder regulatorische Randbedingungen wurden vor diesem Hintergrund nicht betrachtet, was in der Realität zu einer langsameren Umsetzung führen kann. Umgekehrt könnte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit verbundene Energiekrise zu administrativen Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene führen, die zu einer Beschleunigung der Umsetzung führen.

von Wolfgang Köppel (DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT), Prof. Dr. Martin Wietschel, Dr. Till Gnann, Dr. Tobias Fleiter, Benjamin Lux, Pia Manz, Dr. Matthias Rehfeldt, Daniel Speth (alle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI), Dr. Jan Steinbach (Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES) & Dr. Benjamin Pfluger (Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG)

Ermittlung potenzieller Wasserstoffbedarfe für Versorgungsgebiete und Regionen – Werkzeug für die Entscheidungsfindung

Bei der Gestaltung der Energiewende mit Wasserstoff stellt sich für die beteiligten Akteure und Stakeholder immer auch die Frage: Welchen Bedarf hat meine Region oder mein Versorgungsgebiet heute und in Zukunft? Ein neues Werkzeug, welches das Fraunhofer IEE in Kooperation mit den Städtischen Werken aus Kassel entwickelt hat, kann hier Abhilfe schaffen und unter Zuhilfenahme weitestgehend frei zugänglicher  Datenquellen potenzielle Wasserstoffbedarfe in verschiedenen Versorgungsgebieten ermitteln. Der Beitrag stellt das Werkzeug vor und erläutert, wie es Entscheidungsträger bei der Abschätzung des zukünftigen H2-Bedarfs unterstützen kann.

von Dr.-Ing. Heiko Dunkelberg (Städtische Werke AG, Kassel)


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